Mal gleich vorweg: Natürlich kann man ein glückliches Leben auch ohne Geld haben! Aber man kann ein unglückliches Leben haben, weil man kein Geld und statt dessen Geldsorgen hat.

Geld sollte nicht die Sache sein, die einem von einem glücklichen Leben abhält. Man kann das Thema Geld aber aus der Welt schaffen. Man kümmert sich einmal richtig darum, damit man sich sein ganzes Leben nicht mehr darum kümmern muss. Damit man sein ganzes Leben Zeit hat, dass zu machen, was einem glücklich macht. Damit man ein glückliches Leben hat. Also scheuen wir uns Geld und den Begriff finanzielle Freiheit mal genauer an:

Finanzielle Freiheit

Googelt man nach dem Begriff finanzielle Freiheit, dann ist der erste Beitrag ein Artikel der Seite von Bergfürst.de. Dort findet man folgendes Zitat:

Jeder, der finanzielle Freiheit anstrebt, muss seine Finanzen und die damit verbundenen Risiken selbst in die Hand nehmen und entscheiden, wie er unabhängig von Institutionen, dem Staat und Unternehmen eigene Einkommensquellen aufbauen kann.

https://de.bergfuerst.com/ratgeber/finanzielle-freiheit

Es geht also darum eine Einkommensquelle aufzubauen, die nicht mehr an die eigene Leistung und Zeit gekoppelt ist. Ein aufgebautes System, die Immobilienmiete, die Aktiendividende arbeitet für mich. Ich erhalte also jeden Monat Geld aus meinen Unternehmen oder meinen Investitionen ohne dass ich dafür noch etwas tun müsste. Dies nennt man passives Einkommen.

Aktives vs. passives Einkommen

Jeder Arbeitnehmer hat ein aktives Einkommen. Das aktive Einkommen ist an seine Zeit gebunden. Das Einkommen hat damit automatisch ein Limit. Machen wir hierzu ein Beispiel:

Du arbeitest bei Mc Donalds und wir nehmen folgende Eckdaten an:

  • Du bekommst einen Stundenlohn von 10€/Stunde.
  • Du arbeitest 7 Tage die Woche
  • Du brauchst am Tag nur 4h Schlaf. Du arbeitest also 20h am Tag.
  • Der Monat hat 30 Tage.

Damit würdest du10 €/h * 20h * 30 = 6000 € verdienen. Jetzt denkst du vielleicht: Das ist gar nicht schlecht. 😉 Aber das ist das äußerste Maximum. Es ist nicht mehr möglich mehr zu arbeiten. Dein aktives Einkommen hat also ein Limit.

Generell berechnet sich das aktive Einkommen immer mit folgender Gleichung:

Aktive Einkommen = Stundenlohn * Arbeitszeit.

Deinen Stundenlohn kannst du durch Weiterbildung erhöhen und theoretisch immer weiter steigern. Deine Arbeitszeit kann nicht weiter gesteigert werden.

Das passive Einkommen ist unabhängig von deiner Arbeitszeit. Hast du zum Beispiel eine bestimmte Menge an Geld zu einem bestimmten Zinzsatz angelegt, dann berechnet sich dein passives Einkommen mit folgender Gleichung:

Passives Einkommen = Angelegtes Geld * Zinzsatz

Machen wir auch hier ein Beispiel. Nehmen wir folgende Eckdaten:

  • Du hast 100.000 € angelegt.
  • Du hast einen, wie ich finde, durchaus realistischen Monatzzinssatz von 0,5 %.

Dann wurdest du jeden Monat 100.000 € * 0,005 = 500 € verdienen. Und zwar ohne, dass du für dieses Einkommen Zeit aufbringst. Dein Geld arbeitet für Dich. Du hast es investiert und Dir dadurch ein passives Einkommen geschaffen.

In diesem Blog lernst du, wie du Dir ein passives Einkommen generieren kannst. Im Wesentlichen geht es dabei um die drei folgenden Schritte, die ich von Madame Moneypenny geklaut habe:

  1. Geld verdienen
  2. Geld sparen
  3. Geld vermehren

90% aller Deutschen können nur den ersten Schritt, also Geld verdienen. In diesem Blog lernst du, wie du Geld sparen und Geld vermehren kannst, um Dir ein passives Einkommen zu generieren.

Mit 40 in Rente

In dem Buch „Rente mit 40: Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus“ beschreibt Florian Wagner sein Ziel mit 40 Jahren finanziell unabhängig zu sein. In seinem Buch erklärt er, wie er seine Lebensqualität durch bewussteren Konsum steigert, wie er seine Ausgaben effektiv kontrolliert und wie man sein Leben mehr nach seinen eigenen Vorstellungen ausrichten kann.

Der Titel ist absichtlich provokant gewählt. Geht man rein nach dem Motto des Titels heißt es, dass ab dem 40. Lebensalter mein passives Einkommen meine Ausgaben übersteigt und ich jetzt nicht mehr für Geld arbeiten müsste. Ich könnte also buchstäblich in Rente gehen, nichts mehr machen, nur noch am Strand liegen und faulenzen.

Rente erst mit 67? Nicht mit mir 🙂

Darum geht es mir aber in diesem Blog nicht. Mir geht es darum, dass man durch finanzielle Freiheit ein glückliches Leben führt. Und zwar nicht erst später, sondern schon JETZT.

Glückliches Leben

Finanzielle Freiheit bedeutet rein theoretisch also, dass das passive Einkommen die Ausgaben übersteigt. Für mich bedeutet aber finanzielle Freiheit was anderes. Für mich ist es die Basis für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben. Wenn man genug Geld angespart hat, so dass man ein paar Jahre aus seinem Beruf aussteigen könnte, dann bedeutet das für mich schon finanzielle Freiheit. Durch das Geld habe ich die Freiheit mein Leben selbst zu bestimmen.

Und es gibt viele Gründe warum man aus seinem Beruf für einige Zeit aussteigen möchte:

  • Du möchtest eine Weile auf Reisen gehen und die Welt entdecken.
  • Du möchtest Dich fortbilden und einen anderen Beruf ergreifen.
  • Du möchtest mehr Zeit mit deiner Familie verbringen.
  • Du möchtest eine selbstständige Tätigkeit ausprobieren.

Für einige Punkte musst du aus deinen Beruf auch nicht direkt aussteigen. Du kannst zum Beispiel Teilzeit arbeiten. Ich arbeite zum Beispiel nur noch zu 75% um mehr Zeit für meine Selbstständigkeit zu haben. Durch ein gutes finanzielles Polster weiß ich, dass ich das kann, selbst wenn die Selbständigkeit mal kein Geld abwerfen sollte. Ich führe dadurch ein glücklicheres Leben, als mit einer 100% Stelle. Die finanzielle Freiheit gibt mir die Sicherheit für ein glückliches Leben.


Danke für das Lesen des Artikels. Mich würde von Dir folgendes interessieren:

Wenn du nur noch 50% arbeiten müsstest, was würdest du aus der Zeit machen?

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1 Comment

  1. Pingback: Frugalismus – Finanzenlehrer

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